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Bahnhofsbuchhandel

Die Bahnhofsbuchhandlung (kurz BaBu oderr BB) ist als Sonderform des Sortimentsbuchhandels speziell auf die Bedürfnisse von Reisenden ausgerichtet und in Bahnhöfen oder Flughäfen angesiedelt.

Im Gegensatz zu anderen Presseverkaufsstellen kann der Bahnhofsbuchhandel Zeitungen und Zeitschriften direkt von den Verlagen beziehen und muss nicht über den ortsansässigen Pressegrossisten beliefert werden. Der üblicherweise dem Pressegrosso zufallende Rabatt bleibt beim Bahnhofsbuchhandel.

Für die Direktbelieferung mit Presseerzeugnissen müssen verschiedene leistungsbezogene Kriterien erfüllt sein. Dazu zählen:

  • erweiterte, tägliche Öffnungszeiten (mind. 90 Stunden pro Woche)
  • ein besonders breites Sortiment (mind. 1.000, real bis zu 6.000 Titel)
  • Hauptumsatz mit Presseerzeugnissen
  • ein anerkanntes Remissionsverarbeitungsverfahren
  • höhere Ladenmieten usw.

Sie wurden 1994 zwischen den Verlagen und dem Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler vereinbart und vom Bundeskartellamt zugelassen.
Jede zehnte Zeitung bzw. Zeitschrift in Deutschland wird über den Bahnhofsbuchhandel verkauft, besonders Special Interest-Titel (wie Populärwissenschaft, Hobby usw.).

Für ausländische Presseerzeugnisse stellt der Bahnhofsbuchhandel mit Abstand die wichtigste Absatzquelle dar. Neben Zeitschriften und Zeitungen wird das Angebot im Bahnhofsbuchhandel auch noch von Taschenbüchern beherrscht.