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Jugendmedienschutz

Der Jugendschutz begrenzt in Artikel 5 GG ausdrücklich das Recht der freien Meinungsäußerung, das Recht der Information und die Pressefreiheit.

Nach dem Jugendschutzgesetz ist die Bundesprüfstelle zuständig für die Indizierung von Träger-und Telemedien.
Unter Trägermedien versteht man alle gegenständlichen Medien, die zur Weitergabe geeignet, zur unmittelbaren Wahrnehmung bestimmt oder in einem Vorführ- oder Spielgerät eingebaut sind. Dazu zählen:

  • Printmedien (Bücher, Zeitschriften, Flugblätter, Werbeplakate)
  • Tonträger (CDs, LPs, MCs)
  • Filme (DVDs, Videos)
  • Computer-und Konsolenspiele
Telemedien sind alle Online-Angebote (Internet).

Das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften (GjS) beschränkt die Angebots- und Werbemöglichkeit für Objekte, die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (Bonn) indiziert wurden oder die offensichtlich schwer jugendgefährdend sind. Betroffen sind sowohl pornografische Titel als auch Titel mit gewaltverherrlichenden Darstellungen.

Titel mit jugendgefährdendem Inhalt werden auch als "vertriebsbeschränkte Objekte" bezeichnet. Sie dürfen in Verkaufsräumen, die für Jugendliche zugänglich sind, nicht ausgestellt und nur an Erwachsene verkauft werden.

Wird ein Titel im freien Verkauf als jugendgefährdend eingestuft, kommt er auf den sogenannten Index. Wurde ein Titel zweimal indiziert, so ist er bei einem dritten Verstoß gegen das GjS aus dem Verkehr zu ziehen. Bei einem Verstoß gegen das GjS kann nicht nur der Verleger sondern auch der Handel zur Verantwortung gezogen werden.