..

Remission

Remission heißt: Unverkaufte Exemplare von Zeitschriften und Zeitungen (Remittenden) werden nach Ablauf der Angebotszeit vom Handel an den Verlag zurückgegeben und von diesem gutgeschrieben.
Einerseits entfällt damit für den Handel das Risiko auf der unverkauften Ware "sitzen zu bleiben". Andererseits können somit sämtliche Pressetitel in ausreichender Anzahl zum Verkauf vorrätig gehalten werden, auch solche, deren Verkaufschancen sich nur schwer vorhersagen lassen.
Bei Remissionen unterscheidet man zwischen der:

  • "körperlichen" Remission: Hierbei schickt der Händler nach der Angebotszeit dem Lieferanten Titelköpfe (Kopfleisten), Titelseiten oder ganze Stücke (Ganzstückremission) der unverkauften Exemplare zurück.

  • "körperlosen" Remission: Unverkaufte Exemplare werden komplett entsorgt, d.h. der Verlag bekommt lediglich ein Warenflussprotokoll als Nachweis, dass der Händler die Anzahl an Exemplaren wirklich verkauft hat, nicht jedoch die unverkauften Exemplare. Der Nachweis der unverkauften Exemplare wird heutzutage über ein lückenloses elektronisches Erfassungssystem gewährleistet.
    Eine Variante der körperlosen Remission ist die Vertrauensremission, bei der der Verlag keine Möglichkeit zur Kontrolle der Angaben hat, sondern die vom Grossisten gemeldeten Zahlen ohne ständige Nachprüfung akzeptiert. Diese Sonderform ist vor allem im Ausland üblich.